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KNX Linienkoppler und Bereichskoppler

Ein KNX Linienkoppler (LK) verbindet zwei Linien und filtert Telegramme, nur Telegramme mit Ziel-GAs in der Filter-Tabelle werden weitergeleitet. Er reduziert Bus-Last und bietet galvanische Trennung.

Funktion und Filterung

ETS befüllt die Filter-Tabelle des Kopplers automatisch beim Download: alle GAs, die in der Ziellinie vorkommen, werden eingetragen. Telegramme für GAs, die in der Ziellinie nicht vorhanden sind, werden verworfen, das entlastet die Linie.

Ein Linienkoppler isoliert auch Linienfehler: ein Kurzschluss in Linie 2 legt Linie 1 nicht lahm. Das ist besonders in größeren Installationen (Gewerbe) wichtig, wo ein Ausfall einzelner Linien die Anlage nicht komplett stilllegen soll.

Typen und Einsatz

Ein Linienkoppler verbindet Hauptlinie und Nebenlinie (physische Adressen X.0.0 und X.Y.0). Ein Bereichskoppler verbindet Backbone und Bereichslinie (X.0.0). KNX IP-Router erfüllen dieselbe Funktion über IP.

Für typische Einfamilienhäuser mit unter 50 Geräten ist kein Koppler nötig. Ab ca. 64 Geräten, bei Wunsch nach logischer Trennung (Etage = Linie) oder zur Strom-Entlastung (zweites Netzteil in eigener Linie) ist ein Koppler sinnvoll.

Auf einen Blick

  • Filtert Telegramme anhand der GA-Tabelle
  • ETS befüllt Filter-Tabelle automatisch
  • Galvanische Trennung zwischen Linien
  • Linienfehler isolieren sich an der Kopplergrenze
  • Physische Adresse des Kopplers endet auf .0 (z. B. 1.2.0)

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