Konzept und Aufbau
Jeder Funktionsblock hat Eingangsklemmen (links) und Ausgangsklemmen (rechts). Ein Taster-Eingang wird mit dem Q-Eingang eines Lichtblocks verbunden, der Ausgang des Blocks geht auf einen Schaltaktor-Ausgang. Was dazwischen passiert, Schalten, Dimmen, Treppenlicht, definiert der Blocktyp.
Funktionsblöcke sind hierarchisch organisierbar. Man kann mehrere Blöcke in einem übergeordneten Block zusammenfassen und so wiederkehrende Strukturen wie "Standardzimmer mit Licht, Jalousie und Temperatur" als Vorlage anlegen.
Vergleich mit dem KNX-Konzept
In KNX kommunizieren Geräte peer-to-peer über Gruppenadressen: Taster sendet auf GA 1/1/1, Aktor empfängt auf GA 1/1/1. Logik liegt im Gerät oder wird durch Verknüpfungen in ETS abgebildet. Jedes Gerät ist autonom.
In Loxone liegt die Logik zentral im Miniserver. Der Taster ist nur ein Eingang, der Aktor nur ein Ausgang. Der Funktionsblock im Miniserver entscheidet, was passiert. Das macht Änderungen einfacher, schafft aber eine zentrale Abhängigkeit: fällt der Miniserver aus, funktioniert nichts mehr.
Häufige Funktionsblock-Typen
Lichtsteuerung: Taster-Block (Schalten, Dimmen), Präsenzmelder-Block, Dämmerungsschalter. Jalousiesteuerung: Jalousie-Block mit automatischer Beschattung, Windsensor-Stopp, Zeitprogramm. Heizung: Raumregler-Block mit Heiz- und Kühlbetrieb, Zeitprogramm, Fensterkontakt.
Für komplexere Logik gibt es analoge Verarbeitung (Regler, Schwellwertschalter), Zeitblöcke (Wochenprogramm, Sonnenstandsberechnung) und Sicherheitsblöcke (Alarmanlage, Zutrittskontrolle). Alle Blöcke sind direkt in Loxone Config verfügbar, ohne zusätzliche Lizenzen.
Auf einen Blick
- Logik liegt zentral im Miniserver, nicht im Feldgerät
- Grafische Verknüpfung: Eingang links, Ausgang rechts
- Kein Äquivalent zur KNX-Gruppenadresse nötig
- Blöcke hierarchisch verschachtelbar (Templates)
- Ausfall des Miniservers = Ausfall der gesamten Logik