Funktion und Architektur
Der Miniserver übernimmt im Loxone-System die Rolle, die bei KNX ein Programmiergerät und eine SPS gemeinsam hätten. Er führt alle Logik lokal aus: Lichtsteuerung, Jalousien, Heizung, Beschallung und Sicherheit laufen ohne Internetverbindung.
Die Verbindung zur Außenwelt erfolgt über Ethernet (LAN). Loxone-Erweiterungen wie der Extension-Bus, Dali-Extensions oder KNX-Tree-Extensions werden direkt angebunden. Drittprotokolle wie KNX IP, Modbus und EnOcean sind über entsprechende Extensions integrierbar.
Varianten im Überblick
Der Miniserver Gen 2 ist das aktuelle Hauptgerät für größere Installationen: 24 V DC, DIN-Rail-Montage, bis zu 50 Extensions anschließbar. Der Miniserver Go ist kompakter und batteriebetrieben für mobile Einsätze oder Nachrüstungen geeignet.
Der Miniserver Nano richtet sich an kleine Anwendungen: Er hat eine begrenzte Anzahl an Ein- und Ausgängen, keinen eigenen Erweiterungsbus und passt in Standardinstallationsdosen. Für Gewerbegebäude gibt es den Miniserver Plus mit erhöhter Ressourcenkapazität.
Programmierung und Inbetriebnahme
Programmiert wird der Miniserver ausschließlich mit Loxone Config, einer kostenlosen Windows-Software. Die Konfiguration wird als .loxone-Datei gespeichert und per Ethernet auf den Miniserver übertragen. Vor Ort ist keine Spezialhardware nötig, ein Laptop mit Netzwerkzugang reicht.
Anders als bei KNX gibt es keine physische Adressvergabe pro Gerät. Sensoren und Aktoren werden in Loxone Config als Eingänge und Ausgänge des Miniservers definiert und dann per Funktionsblöcken logisch verknüpft.
Auf einen Blick
- Lokale Logikverarbeitung, kein Cloud-Zwang
- Miniserver Gen 2: bis zu 50 Extensions anschließbar
- Programmierung ausschließlich mit Loxone Config (Windows)
- Projektdatei-Format: .loxone (XML-Basis)
- Drittprotokolle über Extensions: KNX IP, Modbus, EnOcean, DALI