Funk und Mesh-Netz
Air-Geräte senden im lizenzfreien Frequenzband um 868 MHz (EU), in anderen Regionen bei 915 oder 916 MHz. Das Protokoll ist proprietär. Jedes netzversorgte Air-Gerät arbeitet als Repeater und leitet Signale weiter, sodass sich ein Mesh über das ganze Projekt spannt.
Die Zahl der Sprünge zur Air Base Extension ist auf maximal fünf begrenzt. Reicht das Signal nicht, hilft eine zusätzliche Air Base Extension oder eine Tree-to-Air-Bridge in der Nähe des schwach versorgten Geräts.
Air Base Extension und Batteriebetrieb
Einstiegspunkt für Air ist die Air Base Extension, die an den Miniserver Gen 1, Gen 2 oder den Miniserver Go angebunden wird. Mehrere Air Base Extensions lassen sich kombinieren, um große oder verwinkelte Gebäude flächig abzudecken.
Viele Air-Geräte laufen batteriebetrieben. Wegen des sparsamen Funks gibt Loxone für etliche Geräte eine Batterielaufzeit von bis zu zwei Jahren an. Batteriegeräte arbeiten nicht als Repeater, weil sie die meiste Zeit im Energiesparmodus sind.
Wann Air, wann Tree
Air ist die Wahl für Nachrüstung, Bestand und einzelne Stellen ohne Leitung. Tree dagegen ist die verdrahtete Variante mit höherer Robustheit und ohne Funkabhängigkeit. In der Praxis werden beide oft gemischt: Tree im Neubau und in der Verteilung, Air für nachträgliche Ergänzungen.
Herstellerneutral betrachtet entspricht Air in der Rolle dem, was bei KNX die Funkvariante KNX RF leistet: drahtlose Anbindung dort, wo eine Busleitung zu aufwendig wäre, jedoch im geschlossenen Loxone-System.
Auf einen Blick
- Funk im 868-MHz-Band (EU), proprietäres Protokoll
- Selbstvernetzendes Mesh, netzversorgte Geräte sind Repeater
- Maximal 5 Sprünge bis zur Air Base Extension
- Air Base Extension nötig (Miniserver Gen 1, Gen 2, Go)
- Batteriegeräte mit bis zu 2 Jahren Laufzeit