Freie Topologie
Tree-Geräte lassen sich in nahezu beliebiger Form verdrahten: Stern, Linie, Baum oder Reihenschaltung dürfen frei kombiniert werden, nur der Ring ist nicht zulässig. Dadurch muss ein Tree-Strang nicht zur Zentrale zurückgeführt werden, sondern kann dem tatsächlichen Verlauf der Installation folgen.
Loxone gibt an, dass sich der Verkabelungsaufwand gegenüber einer klassischen Sternverdrahtung um bis zu 80 Prozent senken lässt. Das ist der Kerngedanke von Tree: weniger Leitungen zur Verteilung, mehr Flexibilität bei Erweiterung und Umbau.
Technische Eckdaten
Angebunden wird Tree über die Tree Extension am Miniserver. Sie stellt zwei Tree-Abzweige bereit, an die jeweils bis zu 50 Tree-Geräte angeschlossen werden können. Die maximale Leitungslänge beträgt bis zu 500 Meter je Abzweig.
Als Leitung dient Cat5 oder besser, alternativ das Loxone Tree Cable. Über das verdrillte Adernpaar laufen Daten und Geräteversorgung gemeinsam, ähnlich wie KNX TP Bus und Hilfsspannung kombiniert, jedoch im proprietären Loxone-Protokoll.
Einordnung gegenüber KNX
Tree ist ein geschlossenes System: Es funktioniert nur mit Loxone-Geräten an einem Loxone Miniserver, eine Adressierung einzelner Geräte wie die physische Adresse bei KNX entfällt. Die Geräte werden in Loxone Config angelernt und dort als Ein- und Ausgänge verwaltet.
Wer ein bestehendes Loxone-Projekt nach venfree importiert, findet die Tree-Struktur als Teil der Peripherie wieder. Herstellerneutral betrachtet ist Tree das Loxone-Gegenstück zum KNX-Twisted-Pair: derselbe Zweck, andere Technik und kein offener Standard.
Auf einen Blick
- Freie Topologie: Stern, Linie, Baum, Reihe kombinierbar, kein Ring
- Bis zu 50 Tree-Geräte je Abzweig, zwei Abzweige je Tree Extension
- Bis zu 500 m Leitungslänge je Abzweig
- Leitung: Cat5 oder besser bzw. Loxone Tree Cable
- Bis zu 80 % weniger Verkabelung gegenüber Stern