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KNX & Electrical Engineering4 min read

KNX planen ohne Excel: Warum der Elektriker 2026 kein Tabellenkalkulationsdrama braucht

ETS plant die Topologie. Excel flickt die Stückliste. Dazwischen liegt ein manueller Schritt, der bei jeder Änderung von vorne beginnt. Ich habe venfree gebaut, um genau diesen Schritt zu ersetzen.

Foto von Max Karastelev
Gründer von venfree

Pflichthinweis nach EU AI Act: Dieser Beitrag wurde als KI-Entwurf erstellt und vom Autor lektoriert und freigegeben.

KNX planen ohne Excel: Warum der Elektriker 2026 kein Tabellenkalkulationsdrama braucht

Im ersten Teil dieser Serie habe ich erzählt, warum sich der Weg von der Idee zur Bestellung in anderthalb Jahrzehnten KNX nicht verändert hat. Jetzt wird dieser Satz konkret. Ich zeige genau den Schritt, an dem es jedes Mal hakt: den Übergang von der fertigen ETS-Planung zur kaufmännischen Stückliste.

Villa, 12 Räume, rund 400 Artikel. Der Elektriker hat die Topologie in ETS aufgebaut: Adressen vergeben, Gruppenadressstruktur angelegt, Aktoren parametriert. Das Handwerk sitzt. Dann kommt der kaufmännische Schritt.

ETS kann exportieren. Aber der Export ist eine Geräteliste ohne Preise, ohne Bestellartikelnummern, ohne Großhändler-Bezug. Also öffnet er Excel, trägt Artikel für Artikel von Hand ein, fragt Preise telefonisch oder per Portal ab, baut die Kalkulation nach ZVEH-KFE zusammen. Drei Stunden. Manchmal mehr.

Dann ruft der Bauherr an: „Wir haben noch einen Hobbyraum vergessen."

ETS macht das Richtige. Und tut dabei etwas Bestimmtes nicht.

Das sage ich ohne Kritik: ETS ist das Herzstück der KNX-Inbetriebnahme. Topologie, Gruppenadresse, Parametrierung, Diagnose, Programmierung. Das Tool kennt jede physikalische Adresse, jeden Kommunikationsgegenstand, jede Verknüpfung. Ein Projekt ohne ETS ist kein KNX-Projekt.

Aber ETS denkt in der technischen Welt. Preise kennt es nicht. Bestellartikelnummern kennt es nicht. Welcher Aktor beim Großhändler auf Lager liegt, welche Staffelpreise gelten, welche Alternative lieferbar wäre, wenn das Gerät sechs Wochen Lieferzeit hat, das ist nicht ETS' Aufgabe.

Und das ist vollkommen richtig so. Nur heißt es eben: Der Übergang von der technischen Planung zur kaufmännischen Stückliste ist heute vollständig manuell.

Die Lücke zwischen ETS-Export und Bestellung

Konkret läuft es so: ETS-Geräteliste exportieren, Artikel in Excel eintragen, Artikelnummern beim Hersteller nachschlagen, Preise beim Großhändler anfragen, Stückliste für die Kalkulation aufbauen, Angebot schreiben, nach Freigabe erneut prüfen ob noch alles stimmt, dann Bestellung vorbereiten.

Jeder dieser Übergänge ist manuell. Jeder ist eine Fehlerquelle. Und wenn sich etwas ändert, ein Raum dazukommt, ein Gerät ausgetauscht wird, dann beginnt der Prozess nicht da wo er aufgehört hat, sondern in der Mitte irgendeiner Excel-Tabelle.

Das ist der Schmerz, den ich aus dem Vertrieb kenne. Nicht das ETS-Parametrieren dauert zu lang, sondern der Schritt drumherum: von „was soll in diesem Raum passieren" bis zur fertigen Stückliste mit Bestellartikelnummern und aktuellen Preisen.

Was venfree macht und was nicht

venfree ist kein ETS-Ersatz. Das wäre auch sinnlos.

venfree lebt auf der kaufmännischen Seite: Raumbuch anlegen, Funktionen definieren, passende Geräte aus dem herstellerneutralen Katalog wählen, Mengen berechnen, Preise nach aktuellem UVP aufbauen, Stückliste für den Großhändler exportieren. All das, bevor oder parallel zu ETS.

Der Übergang zwischen beiden Welten, von der venfree-Stückliste in die ETS-Parametrierung, soll irgendwann mit einem strukturierten Export direkt funktionieren. Heute ist er noch manuell, aber er passiert einmal, nicht bei jeder Änderung neu.

Der Kern: venfree ist das, was ETS bewusst nicht ist. Die beiden ergänzen sich.

Warum Neutralität hier entscheidend ist

Ein Hersteller-Tool zeigt nur eigene Geräte. Ein Großhändler-Portal zeigt nur das eigene Sortiment. Der Elektriker sitzt zwischen diesen Quellen und bastelt sich seine Entscheidung manuell zusammen.

venfree hat keine Herstellerbindung, weil es keinem Hersteller gehört. Theben, Zennio, MDT, Gira: alle im selben Katalog, nach denselben Kriterien vergleichbar. Das klingt selbstverständlich. Ist es nicht.

Wer venfree jetzt nutzen möchte

Viewer und Planer sind kostenlos, ohne Account. Die Werkbank im Pioneer Lab (Solver, Multi-Hersteller-Vergleich, Export) ist für Pioneer-Registrierungen reserviert: kostenlos, kein Abo. Wer sich jetzt anmeldet, bekommt frühen Zugang zu neuen Features und hat das Wort, wenn ich entscheide was als nächstes gebaut wird.


Frage für dich: Wie lange dauert bei dir heute der Schritt von der ETS-Geräteliste zur fertigen kaufmännischen Stückliste? Ich bin neugierig auf echte Zahlen.


Das war Teil 2 meiner Serie über das, was in der Gebäudeautomation fehlt, und was sich ändert, wenn es da ist. Teil 1 lesen: KNX hat sich verändert, der Planungsprozess nicht

Im nächsten Teil setze ich eine Ebene früher an, bei der Frage, warum in der Planung eigentlich immer die Technik zuerst kommt.

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