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KNX Sensor

Ein Sensor ist das KNX-Gerät, das etwas meldet: einen Tastendruck, eine Temperatur, eine Bewegung, einen offenen Kontakt. Er sendet Telegramme auf eine Gruppenadresse und weiß nicht, wer sie empfängt. Sensoren sitzen dort, wo gemessen oder bedient wird, also in der Fläche und nicht im Verteiler.

Senden, ohne den Empfänger zu kennen

Ein Sensor legt sein Ergebnis auf eine Gruppenadresse und ist damit fertig. Ob dort ein Aktor lauscht, drei Aktoren oder gar keiner, erfährt er nicht und muss es nicht erfahren. Das ist der Grund, warum sich eine KNX-Anlage erweitern lässt, ohne bestehende Geräte anzufassen.

Der Preis dieser Freiheit ist die Sorgfalt beim Datenpunkttyp. Ein Temperatursensor sendet einen 2-Byte-Gleitkommawert, ein Taster ein einzelnes Bit. Wer beides auf dieselbe Gruppenadresse legt, bekommt keine Fehlermeldung, sondern falsche Werte.

Vier Gruppen, die im Alltag vorkommen

Bediengeräte sind der häufigste Fall: Taster, Tastsensoren, Szenenregler. Sie machen aus einem Fingerdruck ein Telegramm, oft mit mehreren Funktionen je Wippe und einem Statuslicht, das wiederum vom Aktor gespeist wird.

Messende Sensoren liefern Zahlen statt Befehle. Temperatur, Feuchte, Helligkeit, Windgeschwindigkeit, CO₂. Sie senden entweder in festen Abständen oder erst, wenn sich der Wert um einen eingestellten Betrag geändert hat, und die zweite Einstellung entscheidet über die Buslast.

Meldende Sensoren erfassen Zustände: Präsenz, Bewegung, ein offenes Fenster, Rauch. Und schließlich holt der Binäreingang konventionelle Technik an den Bus, indem er einen potentialfreien Kontakt in ein Telegramm übersetzt, etwa einen klassischen Schalter oder einen Fensterkontakt.

Viele Geräte gehören in mehrere Gruppen zugleich. Eine Wetterstation misst, meldet Grenzwertüberschreitungen und liefert die Uhrzeit, und ein Raumsensor vereint Bedienung und Messung in einem Gehäuse.

Wo ein Sensor hängt, entscheidet über seinen Wert

Anders als beim Aktor ist der Montageort beim Sensor eine fachliche Entscheidung und keine Platzfrage. Ein Temperaturfühler über einem Heizkörper misst den Heizkörper. Ein Präsenzmelder über dem Esstisch sieht den Tisch und nicht die Tür. Ein Helligkeitssensor mit Blick auf eine weiße Wand meldet die Wand.

Das lässt sich später nur mit Stemmarbeit korrigieren, und deshalb gehört die Platzierung in die Planung und nicht auf die Baustelle. Der Aktor dagegen kann im Verteiler jederzeit getauscht werden.

Auf einen Blick

  • Der Sensor sendet, ohne zu wissen, wer empfängt
  • Vier Gruppen: Bedienen, Messen, Melden, Binäreingang
  • Messende Sensoren senden nach Zeit oder nach Änderung, das bestimmt die Buslast
  • Der Montageort ist eine fachliche Entscheidung und später kaum zu ändern
  • Falscher Datenpunkttyp erzeugt keine Fehlermeldung, sondern falsche Werte

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